Kurz beantwortet
Warum Ihnen niemand seriös eine Zahl nennt
„Was kostet eine Website?“ ist ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Fahrzeug?“. Die Antwort reicht vom Lastenrad bis zum Sattelzug, und beide Antworten wären richtig. Der Unterschied ist nur: Beim Fahrzeug weiß jeder das intuitiv, bei Websites erwarten viele eine Zahl.
Deshalb finden Sie auf dieser Website keine Preisliste. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil eine Zahl ohne Kenntnis Ihres Vorhabens entweder zu hoch ansetzt und Sie abschreckt, oder zu niedrig und später kassiert wird. Beides ist unangenehm. Was wir stattdessen tun: im Erstgespräch den Umfang klären und danach einen Rahmen nennen, der belastbar ist — und einen Festpreis, sobald Struktur und Umfang im Konzept stehen.
Was sich allgemein sagen lässt: Eine Landingpage liegt deutlich unter einem Unternehmensauftritt mit Redaktionssystem. Webanwendungen sind der aufwendigste Bereich, weil die Abläufe individuell sind. Private Vorhaben sind meist kleiner im Umfang als Firmenprojekte und liegen entsprechend darunter.
Die vier Faktoren, die den Preis bestimmen
Umfang und Funktionen. Eine Seite mit einem Ziel ist etwas anderes als ein Auftritt mit fünfzehn Unterseiten, Stellenportal und Terminbuchung. Entscheidend ist nicht die reine Seitenzahl, sondern die Zahl der unterschiedlichen Seitentypen: Zwanzig Seiten desselben Musters sind schnell gebaut, fünf grundverschiedene sind es nicht.
Inhalte. Der am meisten unterschätzte Posten. Texte, Bilder und Strukturierung machen in vielen Projekten den größeren Teil des Aufwands aus — und der größte Zeitfaktor sind erfahrungsgemäß Freigaben auf Kundenseite. Wer Texte und Fotos fertig liefert, zahlt weniger und ist schneller fertig. Wer beides erstellt haben möchte, sollte das im Angebot ausdrücklich wiederfinden.
Selbst pflegen oder nicht. Ein Redaktionssystem, in dem Sie Texte, Bilder und Seiten ohne technisches Wissen ändern können, kostet in der Erstellung mehr — es muss gebaut, abgesichert und erklärt werden. Es lohnt sich, wenn regelmäßig Inhalte dazukommen. Bei einer Seite, die zweimal im Jahr angefasst wird, ist es teurer als der Zuruf an uns.
Was nach dem Livegang passiert. Hosting, Updates, Sicherungen, Monitoring, kleine Änderungen. Das ist kein Zwang, aber es passiert entweder geplant oder ungeplant. Ungeplant ist teurer.
Der eigentliche Kostenblock kommt später
Die Zahl im Angebot ist der kleinere Teil der Wahrheit. Rechnen Sie ein Angebot immer über drei Jahre, dann sortiert sich vieles anders.
- Laufende Gebühren. Baukästen und viele Themes kosten monatlich, oft gestaffelt nach Funktionen. Was heute im Paket steckt, kann morgen im höheren Tarif liegen.
- Erweiterungen. Bei Systemen mit Plugin-Ökosystem summieren sich Einzellizenzen. Fünf Erweiterungen zu je fünfzig Euro im Jahr sind über drei Jahre ein Posten, an den beim Angebot niemand gedacht hat.
- Nachbesserungen. Fehlende Barrierefreiheit, ein nachgerüsteter Cookie-Banner, eine Seite, die auf dem Handy zu langsam ist. Alles Dinge, die von vornherein mitgebaut fast nichts kosten und nachträglich schnell einen vierstelligen Betrag.
- Ihre eigene Zeit. Der unsichtbarste Posten. Wenn jemand im Betrieb monatlich Stunden damit verbringt, gegen ein System zu kämpfen, ist das teurer als die gesamte Wartung.
Genau deshalb bauen wir auf eigenem Code statt auf Baukästen: keine Lizenzgebühren, keine Funktionsgrenzen, keine Abhängigkeit von einem Anbieter, der seine Preise ändern kann. Mehr dazu unter Websites.
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen
Günstig ist kein Warnzeichen. Günstig und unspezifisch ist eines. Diese fünf Punkte fallen in der Praxis am häufigsten auf:
- Der Umfang steht nicht drin. „Website mit bis zu 5 Seiten“ ohne Angabe, was auf diesen Seiten passiert, ist keine Leistungsbeschreibung. Fragen Sie nach, was eine sechste Seite kostet — die Antwort ist aufschlussreich.
- Unklar, wem was gehört. Bekommen Sie Domain, Zugänge und Inhalte, wenn Sie den Anbieter wechseln? Bei manchen Modellen lautet die Antwort nein, und das merkt man erst beim Wechsel.
- Rankinggarantien. Google bestimmt die Reihenfolge der Suchergebnisse, nicht die Agentur. Wer eine Platzierung garantiert, verkauft entweder Anzeigen oder ein Versprechen, das er nicht halten kann.
- Keine Nennung von Barrierefreiheit und Datenschutz. Beides ist bei vielen Seiten Pflicht und im Nachhinein teuer. Ein Angebot, das beides nicht erwähnt, hat es entweder nicht eingeplant oder nicht bedacht.
- Nur Design, keine Technik. Ladezeit, Struktur und saubere Auszeichnung entscheiden darüber, ob die Seite gefunden wird. Ein Angebot, das ausschließlich über Optik spricht, verkauft ein halbes Produkt.
Wann sich eine neue Website nicht lohnt
Es gibt sie, diese Fälle, und sie sind häufiger als man denkt. Wenn die bestehende Seite technisch in Ordnung ist und nur die Inhalte veraltet sind, ist ein Relaunch die teure Antwort auf ein billiges Problem. Wenn die Seite langsam ist, weil vier riesige Bilder eingebunden sind, kostet die Lösung einen Nachmittag und keinen Neubau.
Wenn niemand die Seite besucht, ist die Frage zuerst, ob überhaupt jemand nach dem sucht, wofür Sie gefunden werden wollen. Eine neue Website ändert daran nichts. Und wenn Anfragen kommen, aber die falschen, ist das ein Text- und Zielgruppenproblem, kein Designproblem.
Eine erste Einordnung bekommen Sie in einer Minute mit unserem kostenlosen Website-Check. Er sagt Ihnen, ob die Grundlagen stimmen — und damit oft schon, ob Ihr Problem überhaupt an der Technik hängt.
Was Sie zum Erstgespräch mitbringen sollten
- Was die Seite bringen soll: Anfragen, Termine, Verkäufe, Sichtbarkeit
- Ob es eine bestehende Seite gibt und was daran stört
- Ob Texte und Bilder vorhanden sind oder entstehen müssen
- Ob Sie später selbst pflegen wollen
- Wie dringend es ist und ob es einen festen Termin gibt
- Eine grobe Vorstellung, in welchem Rahmen Sie denken
Der letzte Punkt ist kein Trick, um den Preis nach oben zu ziehen. Er spart beiden Seiten Zeit: Passt die Vorstellung nicht zum Vorhaben, sagen wir das im Erstgespräch statt nach drei Wochen Konzeptarbeit. Und manchmal ist die Antwort, dass Ihr Vorhaben günstiger zu haben ist als gedacht.
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Dieser Beitrag ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Ob und wie eine Vorschrift Ihren Einzelfall betrifft, kann verbindlich nur ein Anwalt bewerten — die technische Umsetzung übernehmen wir.
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